Ev.-luth. Kirchen in Darrigsdorf, Ohrdorf und Wittingen

Gemeinden

Darrigsdorf


Die Kirche St. Gabriel in Darrigsdorf

Ortsteile Glüsingen und Darrigsdorf
ca. 340 Gemeindeglieder, pfarramtlich verbunden mit Wittingen und Ohrdorf

Die Gemeinde ist die kleinste Gemeinde des ehemaligen Kirchenkreises Wittingen, besteht aus zwei Dörfern und ist ausschließlich ländlich geprägt. Die Menschen leben von der Landwirtschaft oder sie arbeiten in Wittingen bzw. bei der Fa. Butting in Knesebeck oder bei VW in Wolfsburg. Junge Menschen verlassen ihr Dorf, wenn es in die Ausbildung geht. Junge Familien hingegen kommen gerne zurück, damit die Kinder auf dem Land aufwachsen können. In der kleinen Gemeinde, die pfarramtlich mit den Kirchengemeinden Wittingen und Ohrdorf verbunden ist, steht der monatlich stattfindende Gottesdienst im Zentrum der Gemeindearbeit - hier trifft sich die Gemeinde. Weitere eigene Gemeindearbeit gibt es kaum; lediglich einen gut besuchten Kindergottesdienst, einmal im Monat am Samstagnachmittag und ein Frauenkreis für ältere Frauen, der sich nur im Winterhalbjahr einmal im Monat mit der Pastorin trifft. Dennoch arbeitet der Kirchenvorstand sehr selbstständig, plant Gottesdienste und einige Veranstaltungen im Jahr. Die Kirchengemeinde wünscht sich, ihre Selbstständigkeit weiter zu bewahren, weiß aber um die Notwendigkeit der engeren Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Wittingen. Die Arbeit mit Kindern und jungen Familien soll weiter einen hohen Stellenwert einnehmen.

St. Laurentius Kirchengemeinde Ohrorf

Die Kirche St. Laurentius
St. Laurentius war ein römischer Diakon, der 258 n. Chr. als Märtyrer starb. Die Kirche, eine romanische Wehrkirche, ist im Jahre 1235 erbaut. Teile der Kirche sind vermutlich noch älter: das Weihekreuz von 1130 hinter dem Taufstein. Der Südeingang hat ein Liekhus, in welchem vor der
Beerdigung Särge aufgebahrt wurden.
Im Inneren der Kirche wird der Blick wird zunächst von dem gotischen Schnitzaltar aus dem Jahr 1500 angezogen. Marienlegenden und biblische Marienerzählungen sind das gestaltende Thema dieses Altaraufsatzes.

Die Fresken entstanden um 1370. Als Maler kommen die Mönche des nahen Klosters Diesdorf (Altmark) in Frage. Ein Kruzifix im Triumphbogen aus vorreformatorischer Zeit, eine alte Sandsteintaufe (1696), die Kanzel (1690 - 1700), Emporen, geschmückt mit Prophetenbildern und Darstellungen von Martin Luther und Philipp Melanchthon, der Orgelprospekt von1700 und eine Holzdecke im Altarraum mit Bildern biblischer Geschichte zieren die Kirche

In der Kirchengemeinde sind neben zahlreichen Industriebeschäftigten (Butting und VW) noch viele Menschen in der Landwirtschaft tätig. Einige Ortschaften sind stark "überaltert". Es gibt einige Baubetriebe. Andere Nationalitäten oder Aussiedler sind kaum vorhanden.

Eine Kostbarkeit ist die Ohrdorfer Kirche (frühes 13. Jhdt.). Die Kirchengemeinde ist stark von der Hermannsburger Mission geprägt. Derzeitige Schwerpunkte kirchlicher Arbeit sind die Posaunenarbeit, Jugend- und Konfirmandenarbeit sowie die Zusammenarbeit von Kirche und ev. Kindergarten Ohrdorf.

Ziel der Kirchengemeinde ist neben dem Erhalt der pfarramtlichen Präsenz und des Gemeindelebens vor Ort die Zusammenarbeit mit den pfarramtlich verbundenen Kirchengemeinden Wittingen und Darrigsdorf. Der junge Kirchenvorstand und das Pfarramt möchten neue Wege gehen und Kirche auch für Distanzierte weit öffnen. Dazu gehört das Angebot neuer Gottesdienstformen unter Einbeziehung junger Menschen.
Quelle: M. Berndt

St. Stephanus Kirchengemeinde Wittingen

Wittingen, Kakerbeck, Hagen-Mahnburg, Suderwittingen, Rade, Erpensen, Lüben, Rumstorf, Stöcken, Gannerwinkel, Wollerstorf, Wunderbüttel ca. 4020 Gemeindeglieder, pfarramtlich verbunden mit Darrigsdorf und Ohrdorf
Die Gemeinde St. Stephanus ist kleinstädtisch und dörflich geprägt, pfarramtlich ist sie verbunden mit Ohrdorf und Darrigsdorf. Das Kirchspiel umfasst Wittingen und elf Dörfer. Wittingen, einzige Stadt im nördlichen Bereich des Landkreises Gifhorn, hat als Mittelzentrum eingestuft Bedeutung für die Region. Auch ohne soziale Brennpunkte ist der Anteil Geringverdienender nicht zu übersehen. 

Neben dem traditionellen gottesdienstlichen Angebot, das erwartet und wahrgenommen wird, entstanden Gottesdienstformen in verschiedener Ausprägung, um Menschen zu erreichen, die dem traditionellen Gottesdienst fern stehen. Neben dem Kirchenvorstand zeichnet ein aktiver Gemeindebeirat für besondere kirchliche Angebote und die Mitwirkung von Kirche bei öffentlichen Veranstaltungen verantwortlich. Die Trägerschaft einer Kinderkrippe zu übernehmen, zeigt das Bestreben, Menschen vom frühesten Kindesalter an durch angemessene Angebote zu begleiten. Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist unabdingbar, steht aber in Konkurrenz zu vielfältigen Freizeit- und Schulangeboten.
Mit verschiedenen Initiativen (Hauskreisarbeit, Männerfrühstück, Arbeit mit Frauen und Angebote des „Bunten Daches“, Chorarbeit) soll der Unterrepräsentation der „mittleren Generation“ entgegengewirkt werden. Ähnliches gilt für die Seniorenarbeit, die schon seit geraumer Zeit kein Selbstläufer mehr ist. Die beruflichen Perspektiven veranlassen junge Menschen andernorts Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu suchen. Umfangreiche Chorarbeit prägt die öffentliche Wahrnehmung von Kirche. Kasualien haben bei den Gemeindemitgliedern einen hohen Stellenwert. Nach dem Wechsel der Superintendentur nach Wolfsburg im Januar 2013 werden die kirchliche Bildungsarbeit und die regionale Jugendarbeit verstärkt. 

Der aktuelle Kirchenvorstand der Gesamtkirchengemeinde Wittingen-Ohrdorf

Quelle: Johanna Wutkewicz
Von links: Hendrik Nielsen, Frank Kleinschmidt, Astrid Schacke, Christian Hinze-Riechers, Olaf Klein, Hans Lange, Christian-Heinrich Schulze, Johanna Wutkewicz, Friedrich Lührs, Hilke Dannheim (auf dem Foto fehlen Michaela Behne, Jürgen Wittpennig, Gabriele Dürkop und Holger Kleis)

Der Kirchenvorstand bildet das Leitungsgremium der Kirchengemeinde. Hier werden alle wichtigen Entscheidungen, wie zum Beispiel Bau- und Personalangelegenheiten beraten und entschieden. Der Vorstand trifft sich i.R. einmal im Monat. Die Mitglieder sind jeweils für sechs Jahre gewählt.

Wittingen, Stadt, Kakerbeck, Hagen-Mahnburg, Suderwittingen, Rade, Erpensen, Lüben, Rumstorf, Stöcken, Gannerwinkel, Wollerstorf, Wunderbüttel

ca. 4020 Gemeindeglieder, pfarramtlich verbunden mit Darrigsdorf und Ohrdorf

Die Gemeinde St. Stephanus ist kleinstädtisch und dörflich geprägt, pfarramtlich ist sie verbunden mit Ohrdorf und Darrigsdorf. Das Kirchspiel umfasst Wittingen und elf Dörfer. Wittingen, einzige Stadt im nördlichen Bereich des Landkreises Gifhorn, hat als Mittelzentrum eingestuft Bedeutung für die Region. Auch ohne soziale Brennpunkte ist der Anteil Geringverdienender nicht zu übersehen. 

Mit verschiedenen Initiativen (Hauskreisarbeit, Männerfrühstück, Arbeit mit Frauen und Angebote des „Bunten Daches“, Chorarbeit) soll der Unterrepräsentation der „mittleren Generation“ entgegengewirkt werden. Ähnliches gilt für die Seniorenarbeit, die schon seit geraumer Zeit kein Selbstläufer mehr ist. Die beruflichen Perspektiven veranlassen junge Menschen andernorts Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu suchen. Umfangreiche Chorarbeit prägt die öffentliche Wahrnehmung von Kirche. Kasualien haben bei den Gemeindemitgliedern einen hohen Stellenwert. Nach dem Wechsel der Superintendentur nach Wolfsburg im Januar 2013 werden die kirchliche Bildungsarbeit und die regionale Jugendarbeit verstärkt.

St. Stephanus-Kirche

Die Kirche trägt den Namen des ersten Märtyrers. Bei Ausgrabungen wurden die Grundmauern (9. Jh.) der alten Diakonatskirche gefunden. Der heutige Bau ist aus einer romanischen Basilika (1250) entstanden (romanischer Unterbau im Turm).
Chor und Turm sind im gotischen Stil erbaut. Nach einem Brand (1474) wurde die Kirche notdürftig wieder hergerichtet (1510). Unter dem Fußboden fand man 1963 einen Opferstein aus heidnischer Zeit.